Ich entscheide mich für mein Leben
- Sabine Westerheide

- 19. März
- 3 Min. Lesezeit

Seit dem 17. Februar - dem Beginn des chinesischen Jahres des Feuerpferdes - bin ich Teil eines ganz besonderen Jahresprogramms, einem 365-Tage-Programm bei meinem Mentor, Ausbilder und von Herzen geschätzten Thomas Bach. Es baut auf einem Seminar auf, das mich zutiefst berührt, bewegt und geprägt hat. Es wirkt noch immer nach - und jetzt darf ich jeden Tag ein kleines Stück weitergehen.
Jeden Morgen schickt uns Thomas einen kurzen Videoimpuls. Drei bis fünf Minuten. Nicht mehr. Und gleichzeitig so viel mehr.
Das Besondere daran:
Ich muss nichts tun.
Und das entspricht mir gerade sehr.
Ich muss nicht schreiben, ich muss nichts zerdenken und ich muss nichts reflektieren.
Diese wenigen Minuten sind mein Anker am Morgen. Meine kleine Meditation. Meine Zeit, um bei mir anzukommen. Noch bevor der Tag beginnt, habe ich bereits einen Moment nur für mich gehabt.
Ich höre einfach zu.
Ich lasse wirken.
Und während ich lausche, geschieht etwas in mir. Ganz leise. Fast unbemerkt. Es ist, als würden kleine, unsichtbare Wesen in mir beginnen, Dinge zu sortieren. Vielleicht sind es so kleine Trolle, diese geheimnisvollen, verborgenen Wesen aus Island, von denen man sagt, dass sie still im Hintergrund wirken. Etwas in mir ordnet sich. Still. Sanft. Und doch spürbar.
Jeden Tag kommt ein neuer Impuls dazu.
Wie ein Haus, das Stein für Stein wächst.
Heute Morgen sind wir bei Tag 31 angekommen.
Und heute war anders.
Heute ging es um eine Entscheidung.
Nach einer kurzen, stillen Meditation, in der wir uns selbst gefühlt und gespürt haben, kam dieser Satz, den Thomas gesagt hat - und den wir laut und kraftvoll aussprechen sollten:
„Ich entscheide mich für mein Leben.“
Vielleicht klingt das beim Lesen einfach. Fast selbstverständlich.
Doch für mich war es das nicht.
Es war ein unglaublich kraftvoller Moment.
Ein Moment, der nicht nur in meinem Kopf stattgefunden hat - sondern in meinem ganzen Körper.
Ich habe es gespürt. Wirklich gespürt.
Und gleichzeitig wurde mir noch etwas bewusst:
Natürlich leben wir.
Wir sind hier. Wir werden geboren und irgendwann gehen wir wieder.
Und irgendwo dazwischen machen wir das Beste daraus.
Das weiß ich. Das wusste ich schon immer.
Doch das ist etwas anderes, als es wirklich zu fühlen.
Es ist ein Unterschied, ob ich mir sage:
Ich lebe.
Oder ob ich es in jeder Zelle meines Körpers spüre:
Ich bin hier. Ich lebe. Und ich entscheide mich dafür.
Und genau das ist heute passiert.
Natürlich wollte ich immer leben.
Natürlich möchte ich nicht sterben.
Und mein Lebenswille hat sich schon einmal ganz deutlich gezeigt - in meiner Krebserkrankung. Für mich gab es damals keine andere Option als zu überleben.
Und trotzdem…
Hat es bis heute gedauert, bis zu diesem Moment,
dass ich mich bewusst dafür entscheide zu leben.
Das berührt mich. Und es erstaunt mich zugleich.
Wie kann es sein, dass wir so lange leben, kämpfen, durchhalten -
Und diese klare, innere Entscheidung doch erst so spät wirklich treffen?
Und gleichzeitig spüre ich:
Genau jetzt ist sie da.
Und sie macht einen Unterschied.
Es gibt eine Sabine vor dieser heutigen Meditation.
Und es gibt eine Sabine danach.
Ich habe mich entschieden. Für dieses Leben. Für mein Leben - genau so, wie es jetzt ist.
Und dieses Mal ist es nicht nur ein Gedanke.
Es ist ein Gefühl. Eine Wahrheit in mir.
Und während ich diesen Blogbeitrag schreibe, sind wahrscheinlich die kleinen Trolle in mir
wieder unterwegs und sortieren und justieren ganz fein neu.
Und wenn Dich das neugierig macht - dieses Programm, diese täglichen Impulse, diese leisen und gleichzeitig tiefgreifenden Veränderungen, dann melde dich gern bei mir.
Ich teile meine Erfahrungen.
Meine Geschichten.
Und vielleicht auch ein Stück von diesem Weg.


