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Wie gehe ich mit mir um, wenn es mal nicht nach Plan läuft?
Gerade dann, wenn ich doch eigentlich weiß, was mir guttut. Diese Frage beschäftigt mich gerade. Und ich weiß doch schon so viel darüber. Verstehen ist das eine. Erleben und Fühlen ist etwas ganz anderes. Den ganzen Tag fließen emotionale Wellen durch mich hindurch. Manchmal ist die Welle fast so ruhig wie ein stiller See. Und manchmal wird sie groß. Mächtig. So groß, dass ich das Gefühl habe, in ihr ertrinken zu müssen. Ich stelle mir diese Welle wie eine Sinuskurve vor. Sie

Sabine Westerheide
28. Sept.


Warum kann Entspannung so schwierig sein?
Vielleicht, weil sie nicht mit einem Fingerschnipsen einfach da ist. Vielleicht ist Entspannung auch ein Übungsfeld. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Yogastunde. Die Yogalehrerin sagte: „Und jetzt legt ihr euch hin. Macht es euch gemütlich und atmet.“ Ähm … ja. Für meinen Körper war das alles andere als gemütlich. Mein Nervensystem ist ziemlich Amok gelaufen. Still liegen? Nichts tun? Atmen? Mein Körper kannte das nicht. Heute ist das anders. Wenn ich bei einem Semin

Sabine Westerheide
22. Sept.


Was tut Dir eigentlich gut?
„Unser Körper braucht nicht nur die Abwesenheit von Stress und Angst. Er braucht immer wieder Erfahrungen von Sicherheit, Geborgenheit und echter Erholung.“ Dieser Satz hat etwas in mir bewegt. Eigentlich weiß ich das. Und trotzdem hat er mir noch einmal auf eine andere Art die Augen geöffnet. Denn plötzlich wurde mir noch einmal viel klarer: Ich kann selbst dazu beitragen, dass mein Körper solche Erfahrungen macht. Natürlich gibt es diese Momente, die einfach so in mein Lebe

Sabine Westerheide
10. Sept.


Rebellin. Pionierin. Kriegerin. Und heute Begleiterin.
Wenn ich dieses Bild sehe, muss ich schmunzeln. So erinnere ich mich an mich selbst: Ich war ungefähr vierzehn Jahre alt. Zumindest ist es das Bild, das bis heute in meiner Erinnerung geblieben ist. Ich sehe mich vorneweg gehen. Entschlossen. Klar. Mit einer Energie, die nicht lange überlegt, sondern einfach losgeht, wenn ich etwas als ungerecht empfinde. Und hinter mir meine Mitschüler. Ich hatte nie das Bedürfnis, im Mittelpunkt zu stehen. Aber ich hatte ein sehr starkes Be

Sabine Westerheide
3. Juli


Dürfen Männer weinen?
„Wenn Männer weinen, sind sie doch gleich Memmen.“ Diesen Satz sagte mein Vater vor Kurzem ganz selbstverständlich in einem Gespräch - eher als Beobachtung darüber, wie in unserer Gesellschaft oft auf Männer reagiert wird, wenn sie Tränen zeigen. Und ich dachte nur: Echt jetzt, Papa? Du hast mir doch auch vorgelebt, dass es die eigenen Dinge sind, die man tun muss, weil sie sich richtig anfühlen, egal, was der Rest der Bevölkerung macht. Dass es nicht darum geht, sich an ande

Sabine Westerheide
1. Juni


Vielleicht ist: „Ich weiß es gerade nicht" genug.
Manchmal sind es nicht die großen Erkenntnisse, die etwas verändern. Sondern ein einziger Satz. Ein anderer Blick. Ein Moment des Innehaltens. Vor kurzem habe ich ein Feedback von einer Frau bekommen, die sich von mir begleiten lässt. Es hat mich berührt, weil es so deutlich zeigt, wie Veränderung oft entsteht: leise, unspektakulär und gleichzeitig tief. Sie beschreibt einen ganz alltäglichen Moment. Einen Nachmittag zwischen Terminen, innere Unruhe, das Gefühl, nicht zu wiss

Sabine Westerheide
20. Mai


Was ist mein WARUM für dieses Leben?
Heute hat mich eine Freundin ganz spontan gefragt, ob ich Zeit zum Telefonieren habe. So wie wir es oft machen, sind wir beide losgegangen, jede für sich, in ihrer eigenen Umgebung, und haben uns beim Spazierengehen verbunden. Diese Gespräche haben etwas ganz Eigenes. Sie sind frei, ehrlich, bewegt. Im Außen wie im Innen. Während wir liefen, erzählte sie mir von ihrer Krebsdiagnose. Ein Moment, der still macht. Der öffnet. Der verbindet. Am Ende unseres Telefonats sagte sie e

Sabine Westerheide
18. Apr.


Ich entscheide mich für mein Leben
Seit dem 17. Februar - dem Beginn des chinesischen Jahres des Feuerpferdes - bin ich Teil eines ganz besonderen Jahresprogramms, einem 365-Tage-Programm bei meinem Mentor, Ausbilder und von Herzen geschätzten Thomas Bach. Es baut auf einem Seminar auf, das mich zutiefst berührt, bewegt und geprägt hat. Es wirkt noch immer nach - und jetzt darf ich jeden Tag ein kleines Stück weitergehen. Jeden Morgen schickt uns Thomas einen kurzen Videoimpuls. Drei bis fünf Minuten. Nicht me

Sabine Westerheide
19. März


Echte Nähe im Abschied
Was sagt man, wenn jemand stirbt? „Mein herzliches Beileid.“ Ein Satz, den wir gelernt haben. Ein Satz, der irgendwie dazugehört. Ein Satz, den man sagt, wenn jemand stirbt. Und doch hat mich genau dieser Satz gestern ins Wanken gebracht... Ich telefonierte mit meinem Mentor, dessen Schwester gestorben war. Er erzählte es ruhig, sachlich. Und ich antwortete - wie so oft - automatisch: „Mein Beileid.“ Seine Reaktion kam prompt: „Warum sprichst du mir dein Beileid aus? Du weißt

Sabine Westerheide
12. Feb.


Wenn Arbeit krank macht - und niemand hinschaut
Gestern, bei meinem Termin bei einem Rechtsanwalt, habe ich am Ende unseres Gesprächs meinen Flyer für das Seminar „Menschsein am Arbeitsplatz“ überreicht. Ich erzählte ihm von meiner Vision, von meiner Idee, warum mir dieses Thema so am Herzen liegt. In diesem Moment erzählte er mir von seiner Mitarbeiterin. Sie sei schon länger krank, sagte er, und er hoffe sehr, dass sie bald wieder zurückkomme. Während er sprach, ploppte in mir meine eigene Geschichte auf. Die vom Dezembe

Sabine Westerheide
31. Jan.


Nicht die Übung. Die Erfahrung.
Fühlen. Spüren. Wahrnehmen. Sich im Miteinander verbunden erleben. Das ist der Kern meiner Veranstaltungen. Und vielleicht auch ihr größtes Geschenk. Alles andere ist Form. Das Erstellen des Vision Boards, die Wohlfühlmassage, der kreative Teil, die Meditation - sie geben dem Tag Struktur, einen Rahmen, ein Herzstück. Doch das Wesentliche geschieht im Erleben. In meinen Veranstaltungen geht es nicht darum, etwas „richtig“ zu machen. Nicht darum, eine Übung gut umzusetzen od

Sabine Westerheide
14. Jan.


Mut muss nicht immer laut sein
Es gibt Momente im Leben, die uns verwandeln - nicht von außen sichtbar, aber tief innen spürbar. Für mich war ein solcher Moment am 30.04.2018. Es war meine erste Chemotherapie. Die Nadel wurde gesetzt und die Flüssigkeit begann langsam durch die Vene in meinen linken Arm zu fließen. Nach ein paar Minuten spürte ich ein Unbehagen. Etwas fühlte sich nicht richtig an. Ich hatte irgendwo gelesen oder gehört, dass es sehr wichtig sei, dass die Nadel, durch die die Chemoflüssigk

Sabine Westerheide
29. Dez. 2025


Selbstfürsorge - Kann ich das wirklich?
Selbstfürsorge klingt leicht, doch für mich war es ein Weg, den ich nicht freiwillig gewählt habe. Selbstfürsorge war eine Lektion, die ich damals lernen musste und die mich bis heute begleitet. Vor sieben Jahren erkrankte ich an Krebs, vor drei Jahren an Burnout. Seit Montag lag ich nun krank im Bett, ausgerechnet in der Woche, in der am Freitag ein Seminar stattfinden sollte: unser erster großer Auftrag in einem Unternehmen. Ein wichtiger Moment. Ein Durchbruch für Dani

Sabine Westerheide
21. Nov. 2025
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